Seniorenstift St. Andreas: Aktiv bleiben auch in schwierigen Zeiten

Erstellt von Veronika de Buhr

21.04.2020 Altersmedizin, Pflege und Betreuung

Im Moment sind es die kleinen Dinge, die Freude bereiten. Ein besonderer Moment war dabei sicher die gemeinsame Andacht im Garten. Vom Fenster oder Balkon aus verfolgten die Bewohner die Feier, einige Damen und Herren nahmen im Garten Platz – wie immer mit dem gebotenem Abstand. Aber in diesem Moment waren alle trotzdem zusammen. Die Gebete und vor allem die vertrauten Lieder gingen zu Herzen und halfen dabei, die Seele einmal aufatmen zu lassen. „Von Guten Mächten wunderbar geborgen…“ – ein Lied, das in der jetzigen Situation einen wahren Segen bedeutet. Nicht nur für die Bewohner, sondern auch die Mitarbeiter. Im Anschluss wurde im Garten gegrillt und dazu wurden Pommes Frites serviert – im Garten und in den Wohngruppen.

Die „Gartenmusik“ blüht seitdem, nun aber etwas weltlicher. Der Musiker, der sonst gerne zum Tanztee bittet, spielt vom Garten aus Frühlingslieder zum Mitsingen und Schlager, die für gute Laune und Leichtigkeit sorgen. Einige Damen tanzen dabei an ihrem Fenster – zwar ohne Tanzpartner, aber in einer Gemeinschaft, die in dieser belastenden Zeit trotz körperlicher Distanz eng zusammensteht.

In kleiner Runde findet noch das Bingo-Spielen statt, Rätselraten, Quizrunden oder wonach den Bewohnern gerade der Sinn steht. Viele Bewohner skypen gerne mit ihren Angehörigen und erhalten hierbei selbstverständlich die nötige Unterstützung – ebenso beim Briefeschreiben.

Eine große Rolle spielt zur Zeit generell die Einzelbetreuung. Viele Besuche im Garten, individuelle Bewegungsangebote (zum Beispiel im Vitalraum), kleine Wellness-Einheiten (Kopf- und Handmassagen, Maniküre etc.) fördern das Wohlbefinden und sorgen für Entspannung. Sehr beliebt ist bei den Bewohnern auch unser Einkaufsservice. Die Wünsche gehen von Parfüm über Tagescreme bis zur Wimperntusche. Von Fischfilet in Tomatensauce über Blutwurst bis zu Pressapfelsinen. Von Schokolade über frische Blumen bis zur Lieblingszeitung. Und richtig so, denn ein bisschen was muss man sich ja gönnen in diesen Zeiten.