Philippusstift: 28 Jahre Medizin mit Durchblick

Erstellt von Katharina Landorff

23.09.2019 Contilia

Chefarzt Dr. Georg Bilitewski feierlich verabschiedet

Nach 28 Jahren an der Spitze der Klinik für Radiologie am Philippusstift in Essen-Borbeck verabschiedet sich Dr. Georg Bilitewski zum Monatsende aus dem aktiven Dienst als Chefarzt. In seiner Karriere hat der heute 60-Jährige miterlebt wie die Weiterentwicklung der bildgebenden Verfahren sein Fachgebiet und die Medizin von Grund auf veränderte. Zusammen mit den anderen Fachgebieten wurde er zum Gestalter des Wandels. Zum Beispiel in der Notfallmedizin oder in der Neuroradiologie bei der Erkennung von Schlaganfällen. So entstand vor 25 Jahren bereits die erste Stroke-Unit am Philippusstift. Auch ein Traumazentrum im Bereich Unfallmedizin setzte neue Maßstäbe. Eine große Notfallaufnahme und die Teleradiologie wurden aufgebaut. Geschäftsführung, Kollegium und Team würdigen am 20. September die Arbeit von Chefarzt Dr. Georg Bilitewski zum Abschluss mit einer Feierstunde im Philippusstift.

Schnell und präzise — mit diesen Eigenschaften unterstützen Dr. Bilitewski und sein Team seit Jahren die anderen Fachabteilungen auf dem Weg zur Diagnose und Behandlung. „Gerade bei Notfällen und unklaren Befunden hat die Radiologie mit MRT und CT eine wegweisende Aufgabe. Sie vermittelt die Daten und Informationen, die eine Weiterbehandlung erst möglich machen“, unterstreicht der scheidende Chefarzt des Philippusstifts.

Der geborene Mülheimer blieb in seiner Karriere dem Ruhrgebiet treu. Er studierte zwei Jahre an der Universität Düsseldorf Medizin, wechselte dann aber an die Universität Duisburg-Essen. Von 1985 bis 1990 machte er seine Facharztausbildung am Johannes-Hospital Duisburg und am evangelischen Krankenhaus Oberhausen. In den folgenden Jahren war er in mehreren Kliniken tätig, zunächst als Oberarzt und dann ab als Leitender Oberarzt. Im Jahr 1992 wechselte er in das Philippusstift nach Essen-Borbeck. Ein Jahr später wurde er dort mit nur 33 Jahren Chefarzt der Klinik für Radiologie. Der Radiologe machte Tausende sogenannter Inventionen wie Gefäße eröffnen oder Blutgerinnsel im Gehirn lokalisieren und entfernen. Die Strahlenbelastung dieser Arbeit ermöglicht es, Radiologen früher als Kollegen anderer Disziplinen in den Ruhestand gehen zu können.

Seine Nachfolge wird Dr. Tarek Azhari, Chefarzt für Radiologie, antreten.