Leistungsspektrum Elektrophyisiologie

In der Abteilung für Elektrophysiologie werden alle Formen von Herzrhythmusstörungen konservativ und interventionell behandelt. In zwei hochmodernen Herzkatheterlaboren werden im Jahr ca. 700 Ablationen (u.a. Vorhofflimmern, Vorhofflattern, ventrikuläre Tachykardien, AV-Knoten-Reentry-Tachykariden, akzessorische Leitungsbahnen) durchgeführt.    

 

Was versteht man unter Herzrhythmusstörungen?

Herzstolpern und Herzrasen sind Befindlichkeiten, die viele Menschen in ihrem Leben schon einmal wahrgenommen haben. Somit hat nicht jede kurze Störung des Herzrhythmus Krankheitswert. Auf der anderen Seite können Herzrhythmusstö­rungen auch Ausdruck einer schweren zugrunde liegenden Erkrankung des Herzens sein. In diesem Fall kann die Rhythmusstörung zu einer direkten Gefährdung des Patienten führen. Gutartige Herzrhythmusstörungen sind weitaus häufiger als bedrohliche Formen, jedoch bedürfen Herzrhythmusstörungen im individuellen Fall einer sorgfältigen kardiologischen Abklärung. 

 

Elektrophysiologische Untersuchung

Bei der elektrophysiologischen Untersuchung des Herzens handelt es sich um ein kathetergestütztes Verfahren zur Beurteilung der elektrischen Impulsausbreitung im Herzen. Während dieser Untersuchung, die im Herzkatheterlabor durchgeführt wird, werden modifizierte Kabel (Katheter) über einen venösen Zugang in die Herzkammern eingeführt. Über diese Kabel wird die elektrische Aktivität des Herzens abgeleitet. Bei Störungen besteht dann die Möglichkeit, Herzgewebe so zu modifizieren (Ablation), so dass die normale Reizleitung wieder hergestellt wird.

 

Ablation

Die Ablation stellt ein Verfahren zur Behandlung von Rhythmusstörungen in der Kardiologie dar. Dabei stammt der eigentliche Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet „abtragen“. Dieser Begriff wurde gewählt, da dieses Verfahren zunächst zur kathetergestützten Entfernung von Leitungsbahnen aus dem Herzen verwendet wurde. Dabei wird ein lenkbarer Katheter an die vorher lokalisierte Stelle des Herzens geführt und dann ein Wärm- oder Kälteimpuls abgegeben. Im Herz- und Gefäßzentrum der Contilia des Elisabteh-Krankenhauses werden alle Formen der Ablation durchgeführt (u.a. AV-Knoten-Reentry-Tachykardien, akzessorische Leitungsbahnen, Vorhofflattern, Vorhofflimmern, ventrikuläre Tachykardien). Als Techniken werden die Hochfrequenzablation und der Cryoballon eingesetzt.