Zentrale Notaufnahme & Chest Pain Unit Klinik für Kardiologie und Angiologie

Im Jahr 2003 nahm die interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme (ZNA) ihren Betrieb im Elisabeth-Krankenhaus auf.  Die ZNA wurde vor allem auch deshalb entwickelt, um Patienten mit unklarem Brustschmerz schnellstens auf den richtigen Behandlungspfad zu führen: Hier werden Notfallpatienten nach den Kriterien einer Chest-pain-unit – zu deutsch Brustschmerzeinheit – rund um die Uhr versorgt.

In der ZNA erfolgt in drei „Schockräumen“ (für Reanimation und Behandlung physiologischer Schockzustände) und weiteren neun Behandlungsräumen die Versorgung der kardiologischen und angiologischen Notfallpatienten.

Neben der klinischen Untersuchung werden hier auch Labor- und weitergehende technische Untersuchungen wie beispielsweise EKG und Herzultraschall durchgeführt, um die zur Klärung der klinischen Fragestellungen notwendigen Befunde in kürzester Zeit zusammenzustellen und damit einen möglichst raschen Therapiebeginn sicherzustellen.

In der ZNA können Patienten so lange versorgt werden, bis die Ursache des Notfalls geklärt ist. Erst danach entscheiden die Ärzte, ob eine stationäre Weiterbehandlung notwendig ist oder ob dem Patienten auch ambulant geholfen werden kann.

Kardiologische und angiologische Patienten, die das Elisabeth-Krankenhaus nicht als Notfall erreichen, werden weiterhin auf den Stationen der Klinik direkt aufgenommen.

Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung der ZNA übernimmt die Klinik für Kardiologie und Angiologie hier die konsiliarärztliche Mitbetreuung der anderen Fächer (Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde) sowie das gesamte Feld der intensivmedizinischen Versorgung.

Mit der Einrichtung der ZNA im Elisabeth-Krankenhaus wurde auch die Möglichkeit für ambulante Coronarangiografien geschaffen.

Die ZNA wurde vor allem auch deshalb entwickelt, um Patienten mit unklarem Brustschmerz schnellstens auf den richtigen Behandlungspfad zu führen: Hier werden Notfallpatienten nach den Kriterien einer Chest-pain-unit – zu deutsch Brustschmerzeinheit – rund um die Uhr versorgt.

Das heißt, zur Abklärung unklarer Brustschmerzen arbeiten mehrere hoch qualifizierte Fachärzte aus unterschiedlichen Bereichen eng zusammen. Denn die möglichen Gründe für Schmerzen im Thoraxbereich sind vielschichtig: Akute lebensbedrohliche Erkrankungen, die mit einer Schmerzsymptomatik einhergehen, sind neben Infarkt und akutem Koronarsyndrom auch die Lungenembolie oder eine Aortendissektion – eine Aufspaltung der Wandschichten der Hauptschlagader. Viele Beschwerden lassen sich auch auf Wirbelsäulensyndrome oder Muskelverspannungen zurückführen.

Aus der täglichen Praxis weiß man, dass nur ein Bruchteil der Brustschmerzpatienten an einer kardialen Erkrankung leidet. Trotzdem: Auftretende Schmerzen im Thoraxbereich sollten Sie bitte immer ernst nehmen und den Weg in die Notaufnahme nicht scheuen! Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland noch immer die häufigste Todesursache.