Speiseröhrenchirurgie Contilia Zentrum für Speiseröhrenerkrankungen

Die Behandlung des Ösophaguskarzinoms ist komplex und anspruchsvoll. In jedem Fall ist immer eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und langjährige Erfahrung Voraussetzung für den Therapieerfolg. Im Contillia Zentrum für Speiseröhrenerkrankungen sind alle Voraussetzungen hierfür gegeben.

Speiseröhrenkrebs ist selten, aber er ist derzeit der Tumor mit der größten Zunahme aller bösartigen Geschwülste in den westlichen Industrieländern. Dieses liegt vor allem an der sogenannten Refluxkrankheit, bedingt durch den vermehrten Rückfluss von Magensäure in den Ösophagus (Speiseröhre). Ursache ist, dass der Schließmuskel an dieser Stelle nicht mehr abdichtet, meist zusätzlich verschlechtert durch einen Zwerchfellbruch. Durch den Säurerückfluss werden die normalen Zellen innen im Ösophagus zerstört und durch andere Zellen ersetzt. Diese können sich über mehrere Stufen verändern und zum sog. Adenokarzinom führen. Fettleibigkeit, Alkohol und Rauchen erhöhen das Risiko für eine solche bösartige Degeneration. Die zweite Krebsart in der Speiseröhre – das sog. Plattenepithelkarzinom – ist vor allem auf Nikotin und Alkohol zurückzuführen, da diese den Ösophagus als obersten Teil des Verdauungstraktes konzentriert und unverdünnt treffen.

Die Behandlung des Ösophaguskarzinoms ist komplex und richtet sich nach dem Tumorstadium und der Belastbarkeit des Patienten. Im Frühstadium sind z.T. über eine Speiseröhrenspiegelung rein endoskopische Tumorabtragungen erfolgreich. Fortgeschrittene Tumorstadien erfordern oft das Zusammenwirken mehrerer Therapiearten, z.B. Vorbehandlung mit Strahlen- und / oder Chemotherapie und nachfolgender chirurgischer Tumorentfernung mit den umgebenden Lymphknoten.

Alle Maßnahmen sollten daher nur in besonders spezialisierten Zentren vorgenommen werden wie es im Zentrum für Speiseröhrenerkrankungen am Elisabeth-Krankenhaus in Essen, insbesondere der Chirurgie und der Gastroenterologie, möglich ist.

Dazu gehören:

  • interdisziplinäre Zusammenarbeit
    Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen und Strahlentherapeuten arbeiten eng zusammen, um nach einer sehr guten Diagnostik, die durch erfahrene Radiologen und Pathologen notwendig ist, das individuell beste Konzept für den Patienten festzulegen.
  • Sicherheit durch Tumorkonferenz
    Alle relevanten Maßnahmen für das Behandlungskonzept eines Patienten werden in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen.Erfahrungen aus den unterschiedlichen Fachdispzlinen fließen hier zusammen.
  • langjährige Erfahrung
    Da sich die Speiseröhre vom Hals bis zum Bauch zieht, führen wir in der Regel zur Tumorentfernung den sogenannten Zwei-Höhlen-Eingriff durch, d.h. in der Brusthöhle und in der Bauchhöhle und z.T. auch am Hals. Prof. Dr Arnulf Hölscher, Sektionsleiter im Contilia Zentrum für Speiseröhrenerkrankungen, verfügt dazu über eine besondere Ausbildung und langjährige Erfahrung.
  • schonend und schmerzarm
    Zur Verminderung der Belastung des Patienten können solche Eingriffe z. T. in minimal-invasiver Technik über sehr kleine Öffnungen ausgeführt werden. Schmerzen nach der Operation werden durch mehrere Maßnahmen reduziert, damit der Patient von Anfang an gut atmet und früh aufstehen kann. Eine spezielle Narkoseführung und Intensivbehandlung sind weitere Eckpfeiler eines erfolgreichen Behandlungskonzepte, das wir unseren Patienten anbieten.
  • mehr Lebensqualität für den Patienten
    Als Ersatz für den Ösophagus wird meistens der Magen in den Brustkorb gezogen und dort mit der gesunden Speiseröhre verbunden. Mit dieser Rekonstruktion können Patienten nach einer entsprechenden Eingewöhnungszeit gut leben.

Durch die spezielle Ausrichtung auf die oben beschriebene Therapie können wir Betroffenen mit Speiseröhrenkrebs, die sich uns anvertrauen, eine große Expertise bieten.

Ansprechpartner

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Univ.-Prof. Dr. med.
Arnulf H. Hölscher

Sektionsleiter Contilia Zentrum für Speiseröhrenerkrankungen

Elisabeth-Krankenhaus Essen
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie
Klara-Kopp-Weg 1, 45138 Essen
Fon: +49 201 897-3370
Fax: +49 201 897-3309