Schützen-Impfen-Testen

Philippusstift

Team-Teaching war gestern

In diesen Zeiten ist Team-Testing angesagt

Das Team der A3 hat sich entschieden: Stationsleitung Tanja Menzel und ihre Kolleg:innen setzen auf „Team-Testing“. Eine Viertelstunde ist donnerstagmittags auf der Station im 3. OG von Haus A des Philippusstifts fürs gemeinschaftliche Testing geblockt. Die Zeit ist gut investiert. Es geht um zusätzliche Sicherheit. Für Mitarbeiter:innen und Patient:innen. 

Die gemeinschaftliche Aktion zieht alle mit: Kornelia Skrotzki erscheint an diesem Donnerstag extra früher zum Dienst. Damit ist das Test-Team wieder einmal komplett.

Schützen – Impfen – Testen

„Schützen – Impfen – Testen“ – so lautet der Dreiklang, unter dem der Maßnahmen gebündelt werden, die in der gesamten Contilia für die Sicherheit von Patient:innen, Bewohner:innen, Angehörigen und Mitarbeiter:innen sorgen sollen.

Tanja Menzel und das Team der A3 füllen den Dreiklang bereits fleißig mit Leben. Und für sie ist klar: Das Schützen funktioniert nicht ohne das Impfen und Testen. Sonst wird aus der Terz ganz schnell eine Sekunde oder gar Prime -  um bei dem Bild aus der Musik zu bleiben.

Und so ist Donnerstag für Donnerstag nahezu immer die komplette Mannschaft mit dabei, wenn es ans Abstreichen geht.

Seit einigen Wochen  steht das COVID-19-Testkonzept allen Mitarbeiter:innen des KKE offen. Jeder /jede kann sich kostenlos abstreichen lassen, egal in welcher Funktion er oder sie tätig ist. Mindestens einmal die Woche. Die Pflegekräfte organisieren die Testung auf ihren Stationen, in den jeweiligen Fachbereichen.

Für Mitarbeiter:innen in der Verwaltung, Technik, Seelsorge oder Cafeteria etc., die bislang wenig Routine mit Abstrichen hatten, sind die ZNA, die Infektions- oder Zentralambulanz Anlaufstelle. Wer Interesse hat, kann einfach anfragen.

Regina Mutzenbach hält die Testsets für Mitarbeiter der Geschäftsführung, fürs Projektmanagement und Controlling sowie die PDL und Unternehmenskommunikation bereit. Auch sie war bereits mit Abstrichstäbchen und Proberöhrchen im Einsatz. „Kolleg:innen, für die das Angebot nun neu ist, haben inzwischen ebenfalls die ersten Testungen hinter sich. Bei den meisten muss sich erst eine Routine einstellen“, weiß sie und verteilt weiter fleißig Einladungen für Team-Testings.

Fester Termin im Kalender

Auf der A3 haben die längst ihren festen Platz im Stationskalender gefunden: die Teammitglieder sind nach mehr als einem Jahr leben und arbeiten mit der Pandemie routiniert, was die Abstriche betrifft.

Viele  Pflegekräfte sind zudem bereits komplett geimpft oder warten auf ihre Zweitimpfung, andere haben die Infektion in der Vergangenheit selbst durchmachen müssen. „Das schränkt die Bereitschaft zum regelmäßigen Team-Testing keineswegs ein“, freut sich die Stationsleitung. Das freiwillige Testangebot wird auch von den Geimpften weiterhin genutzt.

Richtig, findet das Team. Denn der Impfschutz macht  Hygiene-Schutzmaßnahmen und regemäßige Tests keineswegs überflüssig. Das Robert Koch Institut erklärt dazu:

 

„Die neuen Impfstoffe gegen COVID-19 versprechen einen guten individuellen Schutz vor einer Erkrankung. Trotzdem sollten auch Personen, die geimpft sind, bis auf Weiteres Maske tragen, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln  halten und die Quarantänepflichten bei Kontakt mit Erkrankten oder als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet beachten. Denn auch wer geimpft ist, könnte noch zur Übertragung des Coronavirus beitragen.“

Deshalb bleibt der Donnerstagmittag auf der A3 weiterhin als Teamtesting-Termin im Kalender stehen. „Dass die Ausbreitung des Virus gestoppt wird, liegt ja auch mit in unserer Verantwortung“, erklären die Mitarbeiter:innen ihre Intention.

Die Aufgaben im Team sind perfekt verteilt: Jessica Paul ist die Abstrich-Expertin. In vorgeschriebener Schutzkleidung und mit dem notwendigen Test-Equipment ausgestattet, schreitet sie zur Tat. „Die Kollegin hat auf der COVID-Station gearbeitet, für sie ist die Durchführung der Abstriche Routine“, berichtet Tanja Menzel. Auch das Team der Mittagsschicht hat eine „Abstrich-Beauftragte“ festgelegt. Die Abläufe haben sich eingespielt.

Die Prozedur dauert nur wenige Augenblicke, dann ist Jessica Paul auch schon mit dem Abstrich des ersten Teammitglieds durch. „Nicht wirklich angenehm“, berichtet Joachim Wermeyer, der an diesem Mittag den Anfang macht. Aber augenscheinlich gut auszuhalten. Husten oder gar Würgen muss hier niemand.

Die Teststäbchen gehören direkt im Anschluss an das Abstreichen in die dazugehörigen Proberöhrchen, die müssen korrekt und vor allem leserlich beschriftet werden.

„Name, Anschrift, Geburtsdatum“, kontrolliert Joachim Wermeyer die Vollständigkeit der notwendigen Angaben. „Bei der ersten Probenabgabe ist zudem ein Zettel mit den Kontaktdaten (Name, Adresse, Geburtsdatum) sowie der Telefonnummer mitzuliefern. Einfach in den Briefumschlag mit dem Röhrchen packen. Dann passt es“, erklärt er das Procedere.

Zentrale Testsammelstelle eingerichtet

In der zentralen Mitarbeiter Testsammelstelle des Hauses (neben dem Wartebereich der ZA) werden die beschrifteten Abstrichröhrchen für die Weiterleitung an das Labor fertiggemacht. Die Mitarbeitenden haben dort gut zu tun. „Das Angebot wird gut angenommen. In den letzten 14 Tagen hat die Testbereitschaft deutlich zugenommen“, berichtet Krankenhaus-Hygieniker Dr. Christoph Weyland.

Mittels eines QR-Codes (den gibt es in der Sammelstelle) können die Ergebnisse dann später von den Getesteten abgerufen werden.

Die Idee des Team-Testings soll im Philippusstift weite Kreise ziehen. Und sie hat vor allem in den Fachkliniken schon längst viele Unterstützer gefunden. Die Abteilung von Dr. Franz JosefSchumacher, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Allgemeine und Spezielle Viszeralchirurgie, ist ebenfalls geschlossen mit am Start. Auch hier ist der Donnerstag fester Team-Testing-Tag.´

Apartment 24 hat das „erste Mal“ hinter sich

Die Teams aus den klinischen Bereichen haben vorgelegt. Jetzt liegt es an den administrativen Mitarbeiter:innen, in Sachen Testbereitschaft aufzuschließen. Organisiert im Team oder jeder bzw. jede Einzelne für sich.

In Haus F ist die Entscheidung einstimmig gefallen: Lieber gemeinsam als alleine, hat sich das Projektmanagement entschieden und steht ab sofort ebenfalls als Team auf der Testliste. Zum Wochenstart wird hier abgestrichen. Dann wandert das Apartment 24 geschlossen zur Teststation. „Das erste Mal“ haben die Teammitglieder bereits hinter sich.

„Schützen – Impfen – Testen“: Das Angebot für die Mitarbeiter:innen steht. Mindestens einmal die Woche gibt es durch das kostenfreie Testangebot eine große Portion mehr Sicherheit. Für Sie selbst und Ihr direktes Umfeld.